#45: Fassade entscheidet: Wenn Vision auf Realität trifft – mit Lars Anders von Priedemann Fassadenberatung
Show notes
Wie entsteht aus einer architektonischen Vision eine Fassade, die nicht nur beeindruckt, sondern auch wirtschaftlich, technisch und langfristig funktioniert?
Zwischen Fassadenmustern, Glasflächen und Prototypen sprechen Annette Kwee und Sascha Thran in der neuen Folge mit Lars Anders, Managing Director von Priedemann Fassadenberatung, über die Zukunft der Gebäudehülle und darüber, warum Fassaden heute weit mehr leisten müssen als nur gut auszusehen.
Wie lassen sich gestalterischer Anspruch, Budget und Nachhaltigkeit in Einklang bringen? Welche Rolle spielen serielle Ansätze in der Fassadensanierung? Und warum könnte die Wiederverwendung von Materialien zum neuen Standard werden?
Es geht um den Wandel der Branche: weniger Neubau, mehr Sanierung. Doch wie viel Substanz lässt sich tatsächlich erhalten und wann wird Nachhaltigkeit zur echten wirtschaftlichen Entscheidung? Auch ein Blick nach vorn: Welche Rolle spielt serielles Bauen und wie viel Standard verträgt die Gestaltung?
Lars Anders erzählt von internationalen Projekten zwischen Berlin, Panama und Dubai, von Fassaden als technologischen Hochleistungsprodukten und von der Herausforderung, Gebäude weiterzuentwickeln, ohne ihren Charakter zu verlieren.
Eine Folge über technische Präzision, architektonische Haltung und die Gratwanderung zwischen gestalterischem Anspruch und baulicher Realität.
Show transcript
00:00:00: Sascha, wir sind heute in der Nähe von Berlin und sitzen hier in einer Halle.
00:00:03: Und haben uns gerade ganz viele Fassaden-Muster angeschaut und hat ein tolles Gespräch mit Lars Anders.
00:00:10: Ja, Lars ist Chef und Managing Director von Priedemann Fassadentechnik, Fassadeberatungsunternehmen sind sehr stark gewachsen und das hat uns einen tiefen Einblick gegeben, was sich national und vor allem auch international in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat wie sich das Unternehmen aufstellt.
00:00:27: Und es war ein sehr informatives und sehr spannendes Gespräch, wie ich fand.
00:00:31: Ja, das sehe ich genauso!
00:00:32: Viel Spaß!
00:00:52: bisschen suchen, wo das auf der Karte ist.
00:00:54: Es ist bei Berlin und uns gegenüber sitzt Lars Anders von der Firma Priedemann.
00:00:58: Hi Lars!
00:00:59: Hallo ihr beiden wir freuen uns.
00:01:01: Danke dass wir hier sein dürfen.
00:01:03: gerne genau
00:01:04: Wir befinden uns.
00:01:05: ja Ja Das ist irgendwas zwischen Büro Ausstellungsfläche Labor und Werkshalle oder wie würdest du es beschreiben?
00:01:12: Gute Beschreibung ist unsere Giftküche Wo wir sozusagen ja Knowledge entwickeln und Leute abholen Passion entfachen wollen und einfach die Stimmung erzeugen, die dann dazu führt dass man miteinander arbeitet.
00:01:25: Wir sitzen hier auf einer Galerie und haben einen riesigen Fenster vor uns und schauen auf ganz viele Fassadenmuster.
00:01:31: Genau!
00:01:32: Also Friedemann macht Fassadeberatung, Fassadplanung.
00:01:35: Genau wir sind Gebäudehöhlen-Spezialist.
00:01:38: also die Fachdisziplin ist vermutlich eine der jüngsten Fachingenieurleistungen die später entstanden ist als Fassadin komplex wurden.
00:01:46: Die benötigen Beratung.
00:01:49: In dem Bereich sind wir gewachsen und es ist das, was wir hier leisten.
00:01:52: Wenn der Architekt mit den Bauern eine Idee entwickelt und dann natürlich eine Gebäudehülle dazu kommt, muss die leistungsfähig ins Budget passen beraten, ausgeschrieben vergeben und so weiter werden.
00:02:04: Und in dem Bereich sind wir tätig.
00:02:05: Sehr gut!
00:02:06: Und du bist Chef von Dettianze?
00:02:07: Ich
00:02:08: bin Chef von das Ganze jetzt seit kürzerer Zeit doch alleine gestartet von Wolfgang Friedemann.
00:02:14: Meiner Eltern war Freund meiner Eltern, Lieferant meiner Eltern.
00:02:19: Wolfgang kam aus der Aluminiumindustrie.
00:02:21: Mein Vater hat in Westberlin ein Metallbauunternehmen gehabt und ist damals von Wolfgang Briedemann mit Aluminiumprofilen beliefert worden.
00:02:29: Deshalb kannte er mich auch schon als Kitt, und er hat sich dann selbstständig gemacht, reinneunzig also nach der Wende wo am Potsdamer Platz und so die anspruchsvollen Bautenkam Kolhoff.
00:02:39: dieses Klinkergebäude war eines seiner frühen Themen was er beraten hat und da haben wir denn ursprünglich zwölf Jahre lang miteinander gearbeitet eher als Berater ich als Ausführender Unternehmer.
00:02:49: Ich habe mit ihm zum Beispiel das erste Gebäude von Saadid in der Welt realisiert, steht in Berlin gegenüber vom Walther Gropjesbau an der Stresemannstraße.
00:02:58: Und dann später – na ja, mit dem Lohndruck und so weiter hab ich für mich eine Entscheidung getroffen – gewerbliche Arbeit zu reduzieren und mich darauf zu fokussieren, Gedanken gut zu investieren in das was wir tun.
00:03:11: Wir haben eine GMBH gemeinsam gegründet und seitdem waren wir denn zu dritt.
00:03:15: Jetzt bin ich es alleine weil die anderen beiden Partner mittlerweile im Ruhe stand und ausgezahlt
00:03:19: sind.".
00:03:20: Du bist jetzt praktisch alleine.
00:03:21: Wie groß ist das gesamte Team, was wir hier sehen?
00:03:24: In Berlin sind wir im Moment fest angestellt, es sind seventy-vier Leute.
00:03:28: Weltweit sind wir knapp über onehundertsiebzig Mitarbeiter.
00:03:31: Da sitzt ein größerer Teil in Dubai und in Indien.
00:03:35: Wir hatten Niederlassungen in China, die wir heute nicht mehr betreiben weil die Chinesen so schnell gelernt haben dass sie uns ehrlicherweise nicht mehr wirklich brauchen.
00:03:42: also es ist nicht mehr ideal dort Beratungsgeschäft zu machen aber in Summe global hundertsiesig Mit Schwerpunktstandorten in Deutschland, im mittleren Osten und in Indien.
00:03:52: Im mittlerer Osten saßst du das noch mit breiter Brutzgrade oder ziehn ein paar Gewitterwolken auf?
00:03:56: Also mein Sohn habe ich gerade ausgeflogen wegen den Szenarien im persischen Golf.
00:04:01: Das ist natürlich schwierig.
00:04:03: Ehrlicherweise muss ich sagen dass wir es in der Kurzfristigkeit als Belastung im Baugeschehen nicht bemerkt haben.
00:04:10: Das, was lief wurde weitergebaut.
00:04:13: Aber es ist zu erwarten, dass das Image des sicheren und steuerbefreiten Standortes, was ja zu großer Nachfrage vor allem im Wohnen geführt hat, dass die Leute da doch jetzt verändert auf diese Location gucken.
00:04:30: Ich würde das erwarten, beurteilen können wir es im Moment noch nicht als direkter Auswirkung.
00:04:34: Weil was läuft, läuft und die Nachfrage ist groß und politisch bemüht man sich natürliches runter zu spielen weil Tourismus wichtig ist.
00:04:43: nach der Ära Erdöl ist das das, wo man extrem investiert.
00:04:47: Das heißt aber bisher saß dein Sohn in Dubai?
00:04:50: Mein Sohn war da jetzt im Zuge seiner persönlichen Entwicklung ja da sechs Monate um so ein bisschen den Rundschliff zu bekommen Sprache zu verbessern und der läuft zu verschiedenen Instanzen.
00:05:01: was er später wirklich mal macht kann ich gar nicht sagen, er wird es glaube ich auch noch nicht wissen.
00:05:05: Er ist in der Mitte oder kurz vor dem Ende von einem Betriebswirtschaftsstudium aber muss arbeiten gehen, Geld verdienen und das macht da bei uns natürlich diese Inspiration aus Arbeiten in Deutschland und Arbeiten im Ausland im Portfolium mit.
00:05:18: Ich glaube dass diese Bandbreite und auch die Multikulturelle eines der ganz wichtigen Dinge ist, die man heutzutage am Bord haben muss parallel natürlich zu englischen Sprachen ohne die zu gar nicht gehen in Zukunft.
00:05:30: Und das versuche ich, ihm sozusagen ans Herz zu legen.
00:05:33: Als
00:05:33: du im Jahr zwei Tausendzwei eingestiegen bist ... Du hast vorhin gesagt, du warst Mitarbeiter Nummer sechs hier bei Friedemann jetzt hundertsebzig global agierend.
00:05:41: War das damals schon deine Vision?
00:05:43: Oder ist das eher ein Zufallsprodukt und man stolpert also rein dass die Firma internationaler wird größer wird sich breiter aufsteht.
00:05:51: Also als Geburt ja Westberliner war ich ja begrenzten Raum gewohnt und habe das nicht wirklich geliebt, muss ich sagen.
00:05:58: Grenzen die man überwindet geben einem Freiheit und Perspektive die man liebt.
00:06:03: Ich würde jetzt nicht sagen dass es damals die Strategie gab dass das entsteht was am Ende entstanden ist.
00:06:09: davon hatte ganz viel mit Menschen zu tun die ich unterwegs getroffen habe weil da wo wir uns ansiedeln siedeln wir uns immer um Menschen an die dieses Gut in der Art und Weise weiter tragen, was wir sozusagen anbieten wollen.
00:06:24: Das ist also ganz wichtig dass man das hat.
00:06:26: aber ich erinnere mich an meinen Bewerbungsgespräch.
00:06:29: Ich hatte mit Wolfgang Friedemann Sonntagabend telefoniert.
00:06:32: Montag war ich im Büro gemeinsam mit Wolfgang Feuerlein, meinem späteren Partner.
00:06:37: Bevor wir denn zu dritt die GmbH gegründet haben aus der einzelnen Erlehmung und was ich damals zu Wolfgang gesagt habe selbstbewusst im weitesten Sinne war eben dass sich zu der Zeit ja schon zwölf Jahre selber selbstständig war und ihm gesagt aber ich komme jetzt und komme ja auch aus dem Doing also aus dem Metallbau möchte das Beratungsgeschäft lernen, aber komme mit der Ambition, dass ihm in drei Jahren mir ein Drittel gehört und ich Geld verdiene oder nicht.
00:07:02: So wie ich das als Unternehmer kenne – wenn was da ist kann man es teilen!
00:07:06: Wenn nicht schmachtet man zusammen?
00:07:07: Und ich habe eben damals schon zu ihm gesagt, dass er unbedingt möchte, dass wir etwas schaffen.
00:07:13: was Bestand hat, wenn ich gehe.
00:07:15: Und das ist etwas, was nicht unbedingt üblich in dieser kleineren Fachdisziplin-Fassadenberatung ist.
00:07:21: Ganz viele Unternehmen ... Es waren damals schon zehn Leute und sind's heute, glaube ich auch noch.
00:07:26: Weil es immer um eine Person eine Beratungsdienstleistung ist mit einem kleineren Team.
00:07:32: So als Fassadenberatung in Deutschland zumindest klassisch organisiert.
00:07:36: Und das war damals mein Wunsch, dass wir größer denken und etwas übrigbleibt was Bestand hat.
00:07:41: Das war auch der Ziel – alles andere hat sich dann auf den Weg zum Ziel ergeben.
00:07:45: aber etwas, was weitergeht, ich werde dies Jahr ... Und insofern ist es ein aktuelles Thema und das wartet anliegen schon vor zwanzig Jahren.
00:07:54: Wie
00:07:55: seid ihr strukturiert?
00:07:55: Gibt's bei euch unterschiedliche Disziplinen, also gibt's Glasbauspäzis, Metallbauspäzies, Holzbauspezies oder ist es eine andere Bereiche wie ihr euch aufteilt?
00:08:07: Also wir sind spezialisiert einmal in den Personen und einmal der HAI- und AHO-Folge natürlich in den Leistungsphasen.
00:08:17: Im Konzept-Design arbeiten in einer frühen LP II steigen wir am liebsten ein, wenn man es uns erlaubt.
00:08:23: Heute unter Preisdruck spricht man dann häufig über die LP III um da vorne auch Dinge einzusparen oder wegzulassen aber eigentlich in der frühe Phase steigen werden.
00:08:32: und da gibt's dann passend zu den Phasen einfach Spezialisten, die auch passend ausgebildet sind also Andreas BK.
00:08:39: Der war Mitarbeiter Nummer fünf, der ist noch da wie ganz viele vor mir.
00:08:43: Der hat also jetzt nächsten Monat, twenty-fünf Jahre Jubiläum bei Priedemann.
00:08:47: Er ist ausgebildeter Architekt im Zuge der Sanierung von der Weißenstadt an der Ostsee Heiligen Damm.
00:08:54: Hat Wolfgang Priedeman ihn damals kennengelernt er war ja noch bei HPP und hat dann zu uns als ... Architekt in die Fassadenberatung gewechselt.
00:09:01: und er macht jetzt beispielhaft solche frühen Phasen, weil in der Kommunikation eine große Schnittmenge wichtig ist, dass man sich versteht.
00:09:09: Und der Ingenieur und der Architekt, da sage ich euch nichts Neues.
00:09:13: Das ist immer so ein bisschen auch ein Konfliktpotenzial und natürlich tut man gut daran.
00:09:17: wenn man in dieser frühen gestalterischen Phase wo Platz für Architektooe und für Schwelgen Träumen sein muss um konzeptionell Dinge zu bewerten schickt man ihm jemanden hin der diese Sprache beherrscht und die passende Ausbildung hat.
00:09:31: Wenn wir denn einer LP-Fünf sind haben wir wieder Fachingenieure die dann eher aus dem Doing kommen.
00:09:36: das bei uns bei Friedemann ganz.
00:09:38: Das ist ein wichtiges Attribut, weil wir diese tiefe Verankerung ins Bauen als vielleicht Alleinstellungsmerkmal auch wirklich entwickeln und zelebrieren.
00:09:47: Da haben wir den Leute die lange bei Fassadenbauunternehmen waren und dann zu uns gewechselt haben um in der Phase wenn sich die Details final substantiieren und die Ausschreibungen parallel entwickelt werden muss das letztendlich im Detail und auch in der Ausschreibung die richtigen Dinge verankert sind zieht sich so durch.
00:10:06: Aber auch Fachingenieure für Bauphysik, die das begleiten.
00:10:09: Wir haben natürlich auch Fassadenstatiker, die dass begleiteten.
00:10:13: Also es gibt die großen Disziplin und dann in Personen wiederum Spezialisten für Phasen.
00:10:19: Aber Research-Bereiche habt ihr ja auch?
00:10:21: Ja, das ist unser besonderer Stolz muss ich sagen.
00:10:24: R&D haben wir im Jahr zwei Tausendzehn entwickelt.
00:10:27: So ein bisschen um Paul Dance der hat mit seiner Doktorarbeit bei uns begonnen und ist so ein bisschen ein Rising Star in Friedemann.
00:10:33: Wir alle sind vielleicht am Ende stolz auf die Mitarbeiter und Pflanzen, die an unserer Seite wachsen.
00:10:39: Wer leitet heute bei uns die Operations?
00:10:41: Und hat eben damals mit seinen Studienarbeiten hier begonnen.
00:10:44: Die kamen mit der Ambition, die Welt zu verändern.
00:10:48: Wenn man junge Entrepreneurs aufpicken will... Wir müssen natürlich planen!
00:10:52: Wir müssen Arbeit von der Stange machen aber natürlich gibt es auch diese große Neugierde.
00:10:57: Diesem Bereich zu entwickeln war uns wichtig.
00:10:59: Dadurch sammeln wir national und international Interessierte Menschen ein, die nicht nur das umsetzen wollen was wir heute schon wissen und haben sondern neue Ideen verfolgen und zur Marktreife entwickeln wollen.
00:11:12: Darumherum haben wir dann unsere R&D-Abteilung aufgebaut und das wurde wiederum von Kunden wahrgenommen.
00:11:19: Wir haben also Bauvorhaben Festo in Stuttgart diesen Glasdiamanten einen Hochhaus komplett aus Glas In einer Zeit wo die Wärmeschutzverordnung sowas eigentlich gar nicht erlaubt mit einer anderen Art von Fassade belegen dürfen.
00:11:32: Der Bauer wollte etwas Einmaliges und wir hatten eine Infrastruktur um was Einmaliges zu entwickeln.
00:11:37: Er hatte die Zeit und das Geld, was man braucht wenn man was Neues tut.
00:11:41: aber wie gesagt die Leute waren da und für uns tut das gut weil es im Branding positiv wahrgenommen wird und auch wie gesagt dem Einbringen einbinden von neugierigen Mitarbeitern einfach ein großer Asset ist dass man nicht nur Standard macht.
00:11:56: Geschätzt sehen
00:12:01: wir
00:12:07: hier
00:12:11: so Das ist das, was ihr quasi als Blumenstrauß darstellt.
00:12:20: Ja, also zu der Strategie dahinter.
00:12:23: man sieht dass sie total unterschiedlich aussehen und alle gleich groß sind.
00:12:28: Wir wollten also nicht das Sie im Format konkurrieren.
00:12:31: deshalb darf der sich hier einbringt mit seinem Produkt sich die Größe nicht aussuchen Am Ende auch nicht wirklich die Gestaltung.
00:12:38: Die sind teilweise aufgeschnitten, weil wir wollen dass unsere Kunden in die Technik reingucken können.
00:12:43: und es wird noch viel gravierender ist das an keinem Muster dran steht vom wem es ist und was es ist.
00:12:48: Das ist das schwierigste mit den Ausstellern.
00:12:50: wenn man jemand sagt du darfst bei mir ausstellen aber du darf sich nicht ran schreiben Ist jetzt schon eine gewisse Hürde.
00:12:56: Aber das ist die Strategie dahinter.
00:12:57: Wir wollen da keinen Wettbewerberzeugen sondern neutral nebeneinander Möglichkeiten aufzeigen Und insofern sind es teilweise gebaute Produkte, also das ist auch ein Stück Naturstein von dem Bürohaus in dem ihr zu Hause seid da zu sehen.
00:13:13: Es sind teilweise Dinge die kreiert sind und man kann eher sagen dass es der aktuelle Benchmark ist was man mit einer Technologie realisieren kann.
00:13:22: Es beginnt bei Kostengünstchendingen, WDVS oder eben Trockenbauwänden aus wasserresistenten Materialien und geht dann bis hin zu hochwertigen Natursteinen usw.
00:13:33: Aber es ist immer so ein bisschen der Technologie-Benchmark, der dem Kunden zeigen soll, was qualitativ möglich ist und wo die Unterschiede sind.
00:13:41: Das ist die Strategie dahinter und das soll nicht in Größe konkurrieren damit man sich eigentlich mit den Inhalten beschäftigt
00:13:47: Wenn du die letzten fünf, zwanzig Jahre betrachtest.
00:13:49: Ist das so eine evolutionäre Entwicklung der Fassaden?
00:13:53: Oder gab es irgendwann mal einen Sprung-Fix, dass sich von einem bestimmten Punkt neues Material oder gesetzliche Vorgaben irgendwas brachial verändert hat oder sprunghaft verhindert hat?
00:14:03: Also die größte Leistungs-Evolution im Material hatten wir vermutlich in den Zweiundzwanzig Jahren, in dem ich mich damit beschäftige im Glas weil die Beschichtungssysteme die Leistungsfähigkeit von Isoliergläsern in Bezug auf Wärmedämmung, Transparenzlichtdurchlässigkeit, Farbneutralität extrem entwickelt haben.
00:14:23: Das hat natürlich auch mit dem Absatzmarkt Glas dahinter zu tun.
00:14:27: weil Glas natürlich ein Produkt ist.
00:14:29: was im Bau aber auch in allen anderen automobilen Technologien und so weiter verwendet wird wird da entsprechend durchinvestiert und dahinter stecken große Umsätze.
00:14:39: Glas wurde also sehr viel leistungsfähiger.
00:14:42: über Zeit, bei anderen Materialien wie Naturstein usw.
00:14:46: haben sich allgemein Formate verändert.
00:14:48: es gibt so einen Trend zum größer werden in den Glasscheiben weniger Sprossen mehr Fläche in den eingesetzten Elementen hin zum modularen Bauen, dass auch Elemente an und für sich immer größer werden.
00:15:02: Also alles wird größer und schwerer.
00:15:04: Denkst
00:15:04: du da auch an deutsche Architektur?
00:15:06: oder ist das jetzt noch der Einfluss aus Middle East?
00:15:08: Das ist auch in einer deutschen Architektor würde ich sagen so wenn man sich Häuser anguckt wie das Headquarter von Tüssengrupp was J-SWD damals mit Schecksee Morel gedesignt hat.
00:15:20: Da hängt von einem Kollegen, von uns vorne eine große Seilfahrt gerade drinnen in großen Formaten.
00:15:26: also die Elemente werden größer und schwerer.
00:15:28: damit haben sich einfach die Bearbeitungstechniken evolutionär entwickelt.
00:15:32: wir bewegen völlig andere Gewichte Wir bauen weniger vor Ort und mehr Modular im Werk.
00:15:39: Also da hat schon erfreulicherweise eine Evolution stattgefunden hin zur elementierten Fassade, was wir heute schwerpunktmäßig direkt aus der Werkstatt an die Wand hängen wenn es möglich ist.
00:15:50: Und wie hat sich das so entwickelt?
00:15:51: Wenn ich jetzt auf die Planung schaue und du sagtest ganz zu Anfang, Fassadenplaner sind so... Vielleicht die neuesten Ingenieure in dem Gebiet, die Akzeptanz oder Zusammenarbeit mit Architekten.
00:16:02: Wenn ein Bauer jetzt insbesondere dann doch noch mal gerne einen Spezialisten für die Fassade mit reinnimmt?
00:16:07: Wie ist so die Entwicklung von am ... vom Beginn her, wo wahrscheinlich vermute ich jetzt einfach mal Architecken gesagt haben, warte mal das können wir doch selber.
00:16:15: warum braucht es denn ein Friedemann?
00:16:17: wie hat sich das entwickelt?
00:16:18: ja Es war schon immer spannend muss ich sagen.
00:16:20: also Die Aufgabe des Fassadenberaters ist tief eingebunden in Kommunikation, muss ich sagen.
00:16:28: Ich will jetzt nicht sagen dass wir die Überbringer der schlechten Nachricht sind aber wir haben natürlich häufig das Problem, dass die Vision und das Budget oder die Bauzeit nicht hundertprozentig zueinander passen oder manchmal vielleicht auch nur zehn prozentig.
00:16:44: In dem Dreieck bewegen wir uns ja alle also Kosten Qualitäten Und jetzt suchen wir respektvoll in der Regel nach einem Weg, dass die architektonische Vision auch vom Bauherrn, der vielleicht teilweise im Budget denkt, in ihrer Wichtigkeit und Wertigkeit wahrgenommen wird.
00:17:03: Denn billiger ist nicht immer besser oder preiswerter, nennen wir es mannig billiger.
00:17:08: Bestimmte Qualitäten sind für den Langfristchen Nutzen einer Immobilie extrem wertvoll und die Fassade zeigt sich über eine sehr extreme lange Zeit nach außen – das ist so ein bisschen die Visitenkarte!
00:17:19: Also man muss auch Respekt für diese Disziplin-Architektur mitbringen und sollte sich auch am Bauherren dafür einsetzen dass das ein Wert ist dem man nicht vergisst.
00:17:29: Trotzdem gibt's natürlich auch Techniken In der zweiten Miete, in Anstandhaltung und so später erhebliche Kosten verursachen.
00:17:38: Wo Diskussionen auch rationalisiert werden müssen.
00:17:41: Wir haben ja heute ein großes Thema mit Holz Im Einsatz und natürlich kann man eine vortreffliche Diskussion über Holz als Fassade im Außenbereich führen, die er denn altert verwittert.
00:17:53: Wenn man das wünscht ist das auch alles in Ordnung wenn man den ursprünglichen Eindruck erhalten will es schwierig und aufwendig und diese Gespräche führen wir.
00:18:01: was tun wir bis zum dritten Stockwerk?
00:18:04: Was muss in zweiundfünfzig Meter Höhe oder ein hundertzwanzig Meter Höher an der Außenfassade wo ich schlecht hin komme in dem Image und diese Gratwanderung vom Fassadenberater zu leisten, also die sachlichen Kriterien auch die Bauzeitkriterien.
00:18:19: Die Instandhaltungskriterien neutral in die Diskussion einzubringen um dann zu sehen wo man sich da gemeinsam trifft das am Ende realisiert wird.
00:18:29: Meine Erfahrung ist dass Fakten, Budgets und Herstellungszeiten sehr früh auf den Tisch gehören damit nicht später Enttäuschungen und unsinniges Umplanen zur explodierenden Kosten führt Auch das Rückgrat zu haben, Überbringer der schlechten Nachricht zu sein im richtigen Moment ist glaube ich etwas was wichtig ist.
00:18:50: Das wiederum fällt leichter als ganz früher denn wenn man über Zeiten Renommee entwickelt hat dass man nicht einfach nur für Effekthaschereiding kaputtredet, sondern einen sachlichen Beitrag dazu leistet.
00:19:03: Dass wir am Ende ein Stoing kommen gemeinsam den Bauen von allen die an Bau beteiligt sind.
00:19:08: Wenn es eben einfacher ist wenn du als Brand und über deinen Renommee eine andere Versachlichung in den Argumenten hast.
00:19:15: Und die haben wir mittlerweile nach dreißig Jahren.
00:19:18: Würdest
00:19:18: du für dich selber einen Anspruch nehmen, gerne entwürfst oder hast du immer einen sehr technischen Blick auf die Dinge?
00:19:24: Also
00:19:25: ich habe eine Meinung zu dem, was mir gefällt.
00:19:27: Weil ich ja viel erleben und sehen durfte.
00:19:29: Ich hab auch unglaublichen Respekt vor Architektur und habe tolle Architekten kennenlernen dürfen mit unglaublich hellem Verstand.
00:19:39: Ich muss wirklich sagen dass in Gesprächen nicht an der ein oder anderen Stelle das Detail, was diese Fachleute sehen zu dem Zeitpunkt nicht erkannt habe und im Gebauten später besser verstanden habe.
00:19:54: Ich hab was ganz Kleines mal als Unternehmer gemacht, aber das beschreibt es super!
00:19:59: Es war ein japanischer Architekt der in einer Sparkasse im Innendesign die Raumgestaltung gemacht hatte und sich unglaublich infugen und tiefen usw.
00:20:09: bewegt hat.
00:20:09: Und es war dann später.
00:20:11: nachdem es gebaut wurde, war mir eigentlich klar worum's da ging.
00:20:15: Das ist ein kleines Beispiel, aber weil sie ihm direkt vor deinem Kopf stattfindet und nicht in dem riesen Maßstab habe ich es aus meiner Karriere allzu greifbar in Erinnerung gehalten.
00:20:23: Ich hab's auch erlebt, wir haben in Panama mit Foster & Partner den Flugplatz machen dürfen und da gab es unglaublich intensive Diskussionen über das Erdbebenzone IV Also die schlimmsten Erdbebenbereiche, die es gibt.
00:20:38: Ein Flugplatz sollte seine Verglasung im Erdbemenfall verhalten weil man Hilfsküter einfliegen muss und eine Nutzfläche ist für additive Krankenhausbereiche.
00:20:47: der Anspruch an diese Fassaden ist extrem hoch.
00:20:49: Trotzdem hatte Foster sie so gestaltet, wie er gestaltet.
00:20:53: Es war atemberaumt und schwierig.
00:20:55: Und dann mussten dafür Lösungen gefunden werden... ...und ich weiß auch dort ist man denn verlocked unter den technischen Constraints zu sagen jetzt habt' ich mal nicht so.
00:21:03: Wurde ein bisschen dicker!
00:21:04: War da natürlich nicht einfach weil die haben eine Meinung zudem?
00:21:08: Und sie wissen auch relativ gut was geht und denen hat man sich dadurch gebissen.
00:21:12: der Bauer hat das Geld in die Hand genommen.
00:21:13: wir haben dann so gebaut wie gewünscht und wenn man diese Schlankheitsgrade später realisiert sieht dann weiß man, was da gejagt wird.
00:21:20: Also wir mischen uns in Gestaltung nicht ein weil wir es uns nicht zutrauen.
00:21:27: Wir haben Dinge erlebt und haben deshalb dazu eine Meinung Aber unser fachlicher Beitrag beschränkt sich eigentlich auf die technischen Möglichkeiten Die Langfristigkeiten, die Kosten der Lösung.
00:21:38: Das Gestaltungsthema sollten dann die entscheiden die dafür passend ausgebildet sind.
00:21:43: In wie vielen Projekten in Hamburg habt ihr noch mal separate Fassadenberater dabei?
00:21:47: Hast du so ein Gefühl für eine Prozentzahl?
00:21:49: Geschossen, ohne dass ich es jetzt nachgesehen habe, fünfzig Prozent der Projekte... Echt?
00:21:53: Also ich würde sagen in hundert Prozent aller Projektes, die neu entworfen werden.
00:21:58: So aus dem Architektenwettbewerb hervorgehen beispielsweise, also wo natürlichermaßen den Anspruch an Fassadegestaltung und Stadtbild usw.
00:22:05: ist in neunzig Prozent aller Fälle, wo wir ein hochwertiges Sanierung haben mit Denkmalschutz beispielsweise.
00:22:11: Ja!
00:22:12: Dann benötigen wir alle samt das gesamte Projekt im diese Beratungsleistung und es geht nicht ohne.
00:22:17: also dann ist auch häufig eine Hilfe wenn mir denn so einen Profi an unserer Seite haben wenn's um den Denkmal Schutz geht um auch ganz klar aufzuzeigen was geht was geht nicht welche Möglichkeiten gibt sie überhaupt?
00:22:27: Und da brauchen wir euch...
00:22:29: Also da braucht ihr uns und wir freuen uns darüber.
00:22:32: und an der Stelle Vielleicht auch zu der tiefe Königsdisziplin ist irgendwo Sanierung.
00:22:38: Neues Bauen ist einfacher als Altes zu erhalten und weiterzuschreiben, da sehen wir uns auch Zuhause werden Vorhin ja Forschung und Entwicklung angetriggert.
00:22:49: Friedemann ist ein Unternehmen, was vertikal gewachsen ist.
00:22:52: also wenn horizontales Wachstum für mich sind beratende Multidisciplinaries wie ein Arab zum Beispiel internationaler Wettbewerber von uns der dann eben mit Statik und Haustechnik und am Ende auch Fassadkonsulting in den Beratungsdisziplinen horizontal sich immer breiter aufstellt Schnittstellen reduziert.
00:23:11: wir sind da Eigentlich mit dem weltweiten Alleinstellungsmerkmal global unterwegs, dass wir über Forschung und Entwicklung Beratungen in die Werk- und Montageplanung gehen.
00:23:21: Also das Produkt bis zum finalen Bauen verantworten wollen.
00:23:25: Und das hat uns jetzt über den refurbished Bereich auch natürlich ins Erneuern gebracht.
00:23:30: Und gerade da kommt die tiefgründige Erfahrung aus der Werk-und Montage Planung extrem zu tragen weil man ja nicht Systembaukasten ein neues Fenster zieht, sondern mit den Cradle to Cradle Ideen eigentlich analysiert.
00:23:46: Was kann denn bleiben?
00:23:48: Was wollen wir erhalten?
00:23:50: CO²-Fußabdruckreduktion und dann muss man doch immer wieder kastemeisen, weil das was in der Vorzeit gebaut wurde sind ja jedes mal andere Lösungen.
00:23:59: Die muss man sich angucken die muss man verstehen.
00:24:02: und dann steht man doch ein bisschen vor einer Sonderentwicklung und einem Abwägungsprozess.
00:24:06: Und da kommt uns diese tiefgründige Erfahrung und die Wurzeln im Bauen von Fassaden Wirklich zu gut.
00:24:14: Ein Großteil unseres Wettbewerbs ist eigentlich aus der Tragwachsplanung entstanden, Statiker die verglasene Dachkonstruktion als Impuls genommen haben über die Verglasung in die Fassade zu gucken.
00:24:27: Das hat doch absolut seine Berechtigung!
00:24:29: Wir kommen eben aus dem Herstellen von Fassadenkonstruktionen und da wo alte Fassades erneuert werden.
00:24:35: Ist das wirklich ein großes Plus, dass wir teilweise so alte Kerle wie mich haben?
00:24:40: Die die Dinge sogar noch aus der Herstellung kennen.
00:24:42: Also tolles Beispiel ist jetzt Kranzler-Eck zum Beispiel.
00:24:45: Das mache ich jetzt das dritte Mal in meinem Leben.
00:24:47: Das
00:24:48: spricht aber nicht für deine gute Beratungsleistung!
00:24:52: Wenn es in deiner kurzen Karriere schon dreimal durchsaniert wird... Ja,
00:24:55: es sind jedes mal andere Bauteile gewesen weil jedesmal für was anderes ein Budget.
00:24:59: Aber jetzt geht's wirklich um Wärmedämmung der Natursteinflächen bei dem einen Hotel da vorne.
00:25:04: Das ist ein witzer angemessener Hinweis.
00:25:06: Aber es ist eben so, dass die Dinge doch in einem Zyklus wiederkommen und ich glaube das ist für jeden der in dem Bereich arbeitet auch irgendwie eine tolle Situation wenn etwas kommt was man von früher kennt und man ist dann jetzt wieder an die... nächste Evolutionsstufe begleitet.
00:25:23: Und trotzdem geht es wieder darum, ob der alte Travertin übrig bleiben darf.
00:25:28: Aber die Sauerkohlplatte dahinter, zwanzig Millimeter Wärmedämmung ist natürlich nicht zeitgemäß.
00:25:33: und was kann man jetzt machen mit Vakuumdämmungen?
00:25:36: Denkmal Schutz du hast das angesprochen dürfen wir über die Baugrenze hinaus oder nicht?
00:25:40: Das sind so die Bereiche wo der Fachingenieur für die Umsetzung glaub ich essentiell.
00:25:45: Wir haben
00:25:46: ein Beispiel, das ist eine Sanierung nicht Denkmalschutzen mit einer Natursteinfassade in Hamburg wo es tatsächlich auch die Überlegung gab ob man's dismantelt also abmontiert reinigt und die Platten wieder aufhängt und dahinter die Dämmung neu macht.
00:25:59: leider ist es nicht wirtschaftlicher.
00:26:01: Also das ist eigentlich schade dass dann am Ende rauskommt.
00:26:04: die gleichen Platten aus dem gleichen Steinbruch gibt es noch wie der Neuaufhängen.
00:26:07: ist denn günstiger als ordnungsgemäß wieder nachhaltig zu reinlegen und wieder aufzuhängen wäre schöner gewesen.
00:26:14: In Berlin haben wir auch ein Projekt, wo die Überlegungen im Raum standen aber ich glaube da wird es auch nicht gemacht.
00:26:20: Also wahrscheinlich dürfen wir erwarten, dass der ökologische Druck auf diese Themen sich dahin entwickelt wird.
00:26:27: Dass wir das neu rausschneiden aus dem Steinbruch auch anders bewerten müssen als über die reinen Herstellungskosten der Platte.
00:26:35: Wir preisen ja im Moment nicht ein, dass wir aus dem endlichen Rohstoff Erde wieder was raussegen sondern wir preisen ein, was es kostet, heraus zu sägen anstatt zu refirben.
00:26:45: oder gerade beim Naturstein haben Technologien heute in der Hand, wo wir aus gewissen Mengen an Naturstein über das Runterschneiden von zehn Millimeter aufbringen.
00:26:56: Auch so Tragwerken aus Blebeton oder die Dinge in der Oberfläche auch weiter verwenden können.
00:27:00: Das kostet alles Geld und es kostet mehr als neu.
00:27:04: Ob es für die Gesellschaft nicht trotzdem sinnvoll ist, es in Erwägung zu ziehen?
00:27:09: Oder über entsprechende Einpreisungen Vorzügen bei der Weiterverwendung von Material sei es steuerlicher Natur oder wie auch immer wir das Steuern, ob man da nicht den Weg freimachen wird.
00:27:22: Ich würde das erwarten weil wir haben einen sehr europäischen Anspruch.
00:27:26: du hast mittleren Osten angesprochen.
00:27:28: ich habe kurz was zu China gesagt.
00:27:30: Der Anspruch an Europa oder der Europäer an ihre Substanz ist anders.
00:27:35: unsere ganze Situation mit der Flächenverdichtung ist eine völlig andere.
00:27:38: Wir gönnen uns Dinge die uns auch anstrengend wirtschaftlich die wir aber wollen.
00:27:42: Und insofern würde ich schon formulieren, da sind wir auch wieder vor unserer Zeit mit dem Anspruch den wir da formulieren und weiter verwenden von Dingen.
00:27:52: wird Anforderung werden?
00:27:54: Ich kann mir das gut vorstellen.
00:27:55: Auch da ist eine Evolution zu sehen, ich glaube vor zwanzig Jahren hätte man nicht mehr drüber nachgedacht.
00:28:00: Genau!
00:28:01: Heute wird zumindest gegeneinander abgewogen und man kommt zum Ergebnis und an vergleichbaren Projekten gibt es ja vielleicht auch schon als Ergebnis, dass man eine Reinigung, dass sich das dann doch wieder auszahlt aus unterschiedlichen anderen Gründen.
00:28:12: also ich glaube da gehen wir schon in die nachhaltig richtige Richtung.
00:28:16: In Wiewand habt ihr mit serieler Fassadensanierung zu tun?
00:28:19: Wir als Unternehmen im Moment Noch zu wenig hat aber auch damit zu tun, dass du hast ja was zum Einsatz von Fachingenieuren aus deiner Erfahrung in Hamburg gesagt.
00:28:29: Die fünfzig Prozent der Projekte die du ansprichst sind Ingenieurfassaden, die sehr häufig in diesen Qualitäten Im Wohnen nicht zum Tragen kommen.
00:28:38: Da sind eher Geschäftsimmobilien für Vermietungszwecke oder letztendlich Hotels, Gewerbeimmobilie und Shopping und solche Themen.
00:28:46: Und in dem Schwerpunkt ist Serielles Sanieren im Moment noch nicht so gefragt wie es am Ende im klassischen Wohnblock natürlich kommt und kommen wird aber wir erwarten dass dies Raum greift.
00:28:58: Wir haben Forschung und Entwicklungs Projekte mit Marktpartnern, die an den Stellschrauben drehen.
00:29:04: Die wissen das.
00:29:05: es kommt weil bauen schneller und sicherer werden muss.
00:29:09: Serielles Bauen steht nicht nur für Baugeschwindigkeit, sondern auch für Reduktion von kastemeisten Interfaces.
00:29:17: Also da wo Schnittstellen seriell klar sind baut man im preiswerter und vor allen Dingen auch sicherer.
00:29:24: Ein einfaches Beispiel zur Automobilindustrie ist die Aluminiumfelge, die man am Auto anschraubt.
00:29:30: Für die Automarken gibt es wahrscheinlich hundert Hersteller von Aluminumfelgen und die kann jeder produzieren weil sie fünf Bolzen am Rad immer die gleichen sind.
00:29:39: Und so muss man glaube ich die Fassade der Zukunft erwarten oder das ist unsere Erwartung, dass die Vielfalt erhalten bleibt.
00:29:47: Es gibt ja unendliche Designs an Aluminiumfelgen aber die Konsole sollte irgendwann mal geklärt sein.
00:29:53: es macht keinen Sinn, dass jede Fassada mit einer neuen Konsole am Rohbau verankert wird und mal einfach gesprochen und dann wird Serielles Bauen im Wohnen, aber auch in der Objektfassade eher so eine Art von Konfiguratorwerden, den wir auch aus dem automobilem Bereich kennen.
00:30:11: Dass man also eine physikalische Grundkonstruktion hat die Wärmedämmung Akustik Regensicherheit abbildet und dann hat sie eben verschiedene Farben, die hat verschiedene auskragende Tiefen für Verschattungsintegration oder was auch immer.
00:30:26: Aber wie, wer mit wem verheiratet wird, wird geklärt.
00:30:29: Dann kann auch eine Zulieferindustrie wirtschaftlich Produkte einsteuern und es geht so ein bisschen weg von dem Einzel-Element hin zur seriellen Fertigung die ja durchaus in anderen Gewerken eben auch unterschiedliche Lieferanten ganz aktiv einbindet.
00:30:45: Und da sind wir im Fassadenbau im Moment vermutlich am weitesten weg.
00:30:49: Es ist immer noch glaube ich das individuelle Gewerk.
00:30:53: Die Haustechnik Fertigen Komponenten ist da wohl wesentlich weiter.
00:30:58: Aber der Trend ist spürbar und er wird auch kommen, weil die Neubaufassade da wo sie noch eingesetzt wird, eben einfach zu teuer
00:31:05: ist.
00:31:06: Das ist ein Trend!
00:31:07: Wo seht ihr euch sonst in der Schwerpunktsetzung der nächsten Jahre?
00:31:10: Sind es spezielle Regionen oder Fassadentypen oder Richtung Nachhaltigkeit Holzbau was ist so etwas das ihr ganz oben auf der Agenda habt?
00:31:17: Wir erleben wenn wir jetzt mal unsere Heimat angucken also Dach im weitesten Sinne Deutschlands Schweiz Österreich kann man glaub ich von der... nachlassenden Nachfrage von Neubau-Projekten, von bis zu fünfzig Prozent in unserem Ingenieurfassadenbereich reden.
00:31:33: Es wird einfach deutlich weniger gemacht.
00:31:35: es ist viel mehr Sanierung und Revitalisierung präferiert im laufenden Betrieb.
00:31:40: das heißt wir haben uns dafür ganz bewusst aufgestellt.
00:31:43: Wir steuern da unsere Kapazitäten ein.
00:31:46: Wir haben auch in dieser Wertschöpfungskette ein neues Unternehmen gegründet was sich an der Stelle jetzt wieder als nächsten Evolutionenschritt viel tiefer ins Doing einbindet, also als Generalübernehmer saniert.
00:31:58: Das wird in Deutschland glaube ich etwas sehr wichtiges für uns sein.
00:32:02: im Neubaubereich das Einbringen in serielle Bauen und im Auslandsgeschäft ist es dann eben wiederum ganz anders muss ich sagen.
00:32:10: da ist man mit den Nachhaltigkeitsthemen noch nicht so weit, da baut man nach wie vor sehr häufig auch so kaligraphische Statements, das ist nicht so recht eckig Klassisch, sondern ist geometrisch viel anspruchsvoller und der Trend im Ausland wird glaube ich in den schnell wachsenden Regionen noch eine ganze Zeit weitergehen.
00:32:28: Also wir sind da so ein bisschen zweigleisig unterwegs.
00:32:31: die Anforderung Für unser Schaffen zu Hause ist denn doch eine ganz andere als im Ausland.
00:32:36: Haben aber beide Bereiche seine Berechtigung und als Unternehmer würde ich eigentlich allen empfehlen, über den Tellerrand zu gucken weil es stehen auf zwei Standbeinen.
00:32:46: unterschiedliche Marktausrichtungen, unterschiedliche Trends führt ihm zu großem Lernen aber führt auch zum Abfedern von konjunkturellen Schwankungen die uns ja sonst viel härter treffen würden.
00:32:57: Annette was sind deine Lieblingsfassaden?
00:32:59: Das
00:32:59: ist eine gute Frage.
00:33:00: Ich nehme tatsächlich immer mein Lieblingsbeispiel drei Scheibenhaus, was auch unter Denkmalschutz stand und ne Sanierung war und wir auch Fassadenspezialisten dabei hatten weil ich dir einerseits total schön finde das System intelligent fand.
00:33:14: es gab ne Bestandsfassade und die haben jetzt so ner Prallscheibe umgeplant Und da war ich ja noch ein bisschen jünger.
00:33:22: Wir hatten diese Tests gemacht wie den das Wasser dann da so durchfließen vom Design in die Abstimmung mit dem Denkmalabend bis hin zum praktischen Spüren.
00:33:32: Funktioniert es oder funktioniert's nicht?
00:33:34: Das war so ein gesamtheitlicher Prozess, den ich super fand!
00:33:37: Es ist ein tolles Beispiel glaube ich als Projekt weil man mit dem Anspruch die ursprüngliche Optik weitestgehend zu erhalten... ...die erste Reflexionsebene in der dann einfach Verglasung als Doppelfassade eigentlich erhalten hat und man da eben lesen kann, wie wichtig dieses sensitive Umgehen ist.
00:33:57: Es hat sicherlich aus der Architektur auch bezogen auf dieses Baudenkmal jemand deutlich formuliert was stattfinden soll und was nicht Und dann haben sich die technischen Leute angefangen damit zu beschäftigen, wie man mit dem umgehen kann.
00:34:12: Wir haben im Moment an einem anderen Standort unter NDA mit einem ähnlichen Denkmal zu tun, also auch aus den sechzehr Jahren eine ganz frühe Elementfassade die so nur ganz selten in Deutschland gibt und man da dann am Ende schon der dritte Berater, der daran arbeiten dürfte.
00:34:29: Und haben jetzt aber eine Lösung entwickelt wo das was da ist in großen Teilen bleibt und es hat große Freude beim Investor ausgelöst.
00:34:36: und dem Denkmalschutz weil es einerseits für den Denkmarschutz Um den Erhalt geht, das ist ja nicht immer nachbauen.
00:34:42: Sondern man will eigentlich auch die ursprünglichen Materialien dort wirklich behalten und für den Investor Ginks Unterdenkmalschütze-Sichtspunkungen um wichtige Fördermittel und wirtschaftlich von einer Gewerbeimmobilie ins Wohnen zu wechseln.
00:34:56: Das ist etwas, was da aktiv stattfindet in dem Hochhaus.
00:34:59: Und wenn man diese Puzzlesteine zusammenbringt ... Dann kriegt man lauter leuchtende Augen und erinnert sich dann so wie du später sicherlich zurückblickend an das gute Wasser entstanden ist, weil man diesen Dingen am Ende gerecht geworden ist.
00:35:11: Und es fühlt sich einfach richtig an wenn man nicht nur abreißt und wegschmeißt.
00:35:16: Das ist einfach toll!
00:35:17: Hinter was für eine Fassade wohnst Du denn?
00:35:19: Ich wohne hinter einer BDVS-Fassade mit einem Vollziegel in einem vermieteten Objekt Ganz oben mit einem wunderschönen Blick ins Grüne in Lichterfelde Ost, also gar nicht weit weg von hier.
00:35:33: habe ich mich unter dem Gesichtspunkt vom inneren Wohnen mit Bezug nach außen dafür entschieden.
00:35:40: Weniger ist es eigentlich eher so ein bisschen bauchausartige, jetzt so modernere Mobile die auch erst fünf Jahre alt ist aber wie man davon innen nach Außen wohnt und in diesem Staffelgeschoss Terrasse genießen darf.
00:35:53: Das war in meinem Alter jetzt das was ich wollte.
00:35:56: Es gab Kinder, es gab ein Haus, es gabs einen Garten.
00:36:00: Es gab all die damit verbundenen Aufwendungen.
00:36:03: Und in der jetzigen Phase meines Lebens gibt's eine Terrasse, ein Kercher und einen Blick ins Grüne.
00:36:09: Das war mir am Moment lieber!
00:36:11: Wie schön!
00:36:11: Sehr gut.
00:36:12: Ja, tausend Dank!
00:36:13: Gerne.
00:36:14: Schön dass ihr bei uns wart.
00:36:15: Ich würde gleich
00:36:16: gerne noch ne kurze Begehung hier durch den Fassadenmuster genießen.
00:36:19: Das werden wir machen.
00:36:20: Ein
00:36:20: paar Impressionen davon mitnehmen.
00:36:22: Klasse.
00:36:23: Danke das ihr gekommen seid.
00:36:30: Danke Lars.
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